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Ride and Fly – USA 2012!

Hallo liebe Leser von Turbine-Online!

Es bewahrheitet sich doch immer wieder: “horses and helicopters” gehören doch zusammen! Mittlerweile kenne ich auch mehr als eine Person, die das genauso wie ich unterschreiben würde – frei nach dem Motto “geht nicht, gibt’s nicht”!

Ich hatte es Euch im Sommer bereits angekündigt: California Flying Reloaded war der Hinweis darauf, dass ich nochmals in die USA, nach Kalifornien, fliegen würde, um diesmal mit einer Reise die beiden großen Themen “Ride and Fly” zu verbinden. Zum ersten Mal, denn bisher waren die Flugreisen von den Reiterreisen getrennt … Dieses Mal flog ich erst nach Los Angeles, CA, zur Weiterfahrt nach Rialto, um meiner Lieblingsflugschule Western Helicopters wieder einen Besuch abzustatten und meine große Liebe, die MD500D “JL” (ihr voller Name ist N105JL), wieder in die Berge zu bewegen. Nur kurz, aber immerhin – auffrischen der bekannten “Droge” aus dem letzten Herbst!

Traumhaft: MD500 D "Jay L"

Traumhaft: MD500 D “Jay L”

Ich verbrachte fünf wundervolle Tage in Rialto, traf meine Freundin Jenny und viele Freunde und Bekannte aus dem letzten Jahr. Highlight war natürlich die Flugstunde mit Pete Gillies von Western Helicopters – ein Ausflug in einen engen Canyon zeigte mir von Neuem, was hier unter Mountain Flying verstanden wird. Das Gegenstück dazu war ein Blick in die Sierra: hoch, heiß, beinahe öde – und windig!!

Kurz vor dem Start ...

Kurz vor dem Start …

Fazit: Erstklassig, sehr zu empfehlen – und ich bete weiterhin, dass ich dieses Mal das Stipendium der Whirly Girls zum Advanced Mountain Course gewinne! DAS wird ein wahnsinnig wertvoller Ausbildungsschritt!!

Mit endlosem Dank an alle Beteiligten, insbesondere Pete und Patricia Gillies, verabschiedete ich mich und flog weiter nach Portland, Oregon, USA, um von dort aus per Mietwagen weiterzufahren nach Corvallis, OR … denn da fand ein Horsemanship-Kurs mit Buck Brannaman statt und meine Freunde, Doug und Deanna, waren die Gastgeber – zum ersten Mal! Wir haben uns alle schon vorab riesig auf die vier Tage mit Buck gefreut!

Buck unterrichtet Foundation Horsemanship

Buck unterrichtet Foundation Horsemanship

Vor allem war ich nach wie vor wahnsinnig erstaunt, überhaupt einen Platz in einem Reitkurs mit Buck bekommen zu haben: die Warteliste war – nach dem wahnsinnigen Erfolg vom Dokumentarfilm “BUCK” – über 100 Plätze lang und normalerweise wäre an eine Möglichkeit mitzureiten nicht zu denken gewesen …

Ich hatte es wirklich nicht mehr im Kopf, aber Deanna schickte mir eine liebe Mail mit dem Hinweis, ich hätte ja schon in 2008 gesagt “Wenn Buck irgendwann mal zu Euch kommt und ihr ein Pferd habt, was ich reiten kann …” … ja, dann würde ich nach Oregon kommen. Ob ich das denn jetzt immer noch wollte? Keine Frage: JA!

Also, gesagt, geflogen. Und vier Tage in Oregon mitgeritten. Ich muss sagen, die Kollegen dort meinen es Ernst mit ihrem Horsemanship: bis abends tummelten sich die Teilnehmer und Zuschauer in der Reitbahn, um Erlerntes zu Üben und für den nächsten Tag vorzubereiten – von wegen easy going! Die Ferien sind intensiv in Oregon und es ist ein super schönes Land!

Spruce Goose - mit 8 Triebwerken!

Spruce Goose – mit 8 Triebwerken!

Natürlich konnte ich mir bei einem Besuch in Oregon auch eine fliegerische Stippvisite nicht verkneifen: neben zwei Helikopter-Flugbetrieben machte ich zumindest kurz halt bei der berühmten Spruce Goose in McMinnville: dem Riesenflugzeug von Howard Hughes, das eindrucksvoll im Museum steht. Hier sieht man sie nur kurz von der Seite und wirft einen Blick auf 4 von 8 Triebwerke … Wahnsinn für damalige Zeiten!

Ich habe mit diesem Besuch wirklich alles unter einen Hut gebracht, fand es sehr angenehm und bin erfüllt zurück nach Europa geflogen – zugegeben, mit einigen neuen Ideen im Kopf … Und im Moment deutet alles darauf hin, dass auch in 2013 wieder die USA auf meiner Reiseroute sein wird – idealerweise natürlich wieder als “RIDE AND FLY”!

Eine gute Zeit, allen Fliegern beste Grüße und immer genug Drehzahl bzw. Fahrt (je nachdem, was ihr fliegt)!

Eure “Turbine”

California Flyin’ Reloaded

Hallo liebe Leser von Turbine-Online!

Hier nur ein kurzer Hinweis, dass es in Kürze ein “California Flyin’ Reloaded” geben wird: in wenigen Wochen werde ich wieder einmal unterwegs sein in den Wilden Westen der USA und diesmal stimmt die Überschrift “Horses and Helicopters” tatsächlich. In California darf ich nochmal fliegen (obwohl ich da auch gern mal reiten würde) und in Oregon folgen dann vier Tage intensives Horsemanship von und mit Buck Brannaman. So ganz kann ich das selbst noch nicht glauben, dass diesmal meine beiden großen Leidenschaften in einer Reise kombiniert werden … ;-)

Both Schweizer 300 and MD 500 waiting for the next flights

Both Schweizer 300 and MD 500 waiting for the next flights

Das bedeutet natürlich auch jede Menge Reisezeit, die man sicher vor Ort sinnvoller verbringen kann – ich versuche das durch Pausentage so gut wie möglich zu optimieren.

Und natürlich ist das hier keine Idealvorstellung, weil es nur wenige Tage in den USA sind. Bestimmt haben einige von Euch das schon anders gemacht – wie, wann, wo? Schreibt einen Kommentar hierzu, ich freue mich über Meldungen rund um das Thema “Auslandsflug”, egal ob privat oder geschäftlich, horses or helicopters oder was auch immer …

Bis bald und many happy landings,

Eure Turbine ;-)

Das absolute Heli-Herbstferien-Abenteuer in California!

Hallo Turbine-Online-Leser!

Heute komme ich endlich dazu, von meinem Herbstferien-Abenteuer zu berichten – ich war in den USA zum Helikopter-Fliegen! Also, ich war vorher schon mal in den Staaten, aber bislang hauptsächlich für’s Horsemanship … jetzt war endlich mal das Heli-Fliegen an der Reihe und dann auch noch “my favourite”: MD 500 – yeah!!

Mein "Arbeitspferd": N105JL, eine alte, schöne MD 500 D!

Das "Arbeitspferd": N105JL, eine alte, schöne MD 500 D!

Zusammen mit acht weiteren Helikopter-Enthusiasten von Fuchs Helikopter aus der Schweiz ging es im Oktober 2011 nach California, genauer gesagt zu Western Helicopters am Flugplatz Rialto (L67).

Das war für mich eine doppelte Freude: Nicht nur “irgendwo” in den USA, sondern bei DER Flugschule, die ich schon lange besuchen wollte: dort gibt es den Mountain Course, der mich so wahnsinnig interessiert!

Und was soll ich sagen: Der Traum ist absolut wahr geworden, ja sogar noch übertroffen worden! Warum? Fliegen in den USA ist einfach anders als in Europa: natürlich ist das Land viel größer und die Leute sind offener für’s Fliegen. Es gibt große (!) Flugplätze wie z. B. Ontario mit 10,000 ft Landebahn gleich um die Ecke von Rialto, es gibt aber auch viele kleine, unkontrollierte Plätze, die für unsere Verhältnisse auch schon groß sind und dennoch funktioniert das ganz prima mit der Eigenverantwortlichkeit der Piloten, Blindmeldungen abzusetzen. Eine Besonderheit, die allen von uns wahrscheinlich jetzt bis in alle Ewigkeit eintrainiert ist: Der Funkspruch beginnt und endet mit dem Namen des Flugplatzes. Da einige kleine Plätze in der Nähe die gleiche Frequenz haben, ist schon wichtig zu wissen, ob die Cessna nun in Rialto oder French Valley fliegt. Die Schweizer sind ja in Schindellegi zu Hause, haben dort einen kniffeligen Heliport-Anflug, den ich auch schon kennenlernen durfte und freuen sich schon auf die ersten Funksprüche daheim, wenn es heißt: “Schindellegi, Helikopter Hotel Bravo – …. – Schindellegi!” ;-)

Wir haben viele tolle Dinge gemacht in den acht Tagen mit den Helikoptern: Für uns neun Flieger standen eine MD 500 D, eine MD 500 E und eine Hughes 300 sowie drei bis vier Fluglehrer zur Verfügung. Es gab Kurse in Touchdown Autorotationen, Vertical Reference / Unterlast-Einweisung, Nachtflug und – natürlich! – Mountain Flying … hier ein paar Bilder von der Arbeit, die gleichzeitig ein riesiges Vergnügen war:

Beginn des Vertical Reference Training: 50 ft Seil, ca. 50 kg Trainingsgewicht

Beginn des Vertical Reference Training: 50 ft Seil, ca. 50 kg Trainingsgewicht

Wie man sieht, was das Wetter auch mal nicht so kalifornien-typisch: zwei Tage hatten wir tiefe Untergrenzen und schlechte Sichten, dann kam der berühmt-berüchtigte Santa Ana Wind auf und wehte mit stetigen 20 Knoten alles beiseite – damit die Sonne wieder scheint!

Noch etwas zu dem “Land der unbegrenzten Möglichkeiten”: Es kommt einem tatsächlich so vor, dass in Amerika alles erlaubt ist, was nicht verboten ist – bei uns in Deutschland oder auch der Schweiz fühlt es sich eher umgekehrt an … Regularien wohin das Auge sieht :-/

... viel Betrieb am Heliport!

... viel Betrieb am Heliport!

Die Rotorblätter standen selten still, egal ob 300er oder 500er … wir haben alle richtig viel gelernt  - die Touchdown Autorotationen sollte sich JEDER Helikopterpilot gönnen, sehr lehrreich! – und hatten obendrein mächtig viel Spaß!

Das gesamte Team bei Western Helicopters war absolut professionell und immer im Einsatz: wir begannen meist um 9 Uhr mit der Schulung und an den Nachtflug-Abenden wurde es auch mal echt spät … ich glaube, es waren auf beiden Seiten Ãœberstunden: sowohl wir haben selten so viele Flugstunden in einer Woche in unser Buch geschrieben als auch das Team von Western wird froh sein, nach uns nicht gleich wieder so viele Schüler in einer Woche mit Unterricht zu versorgen ;-) … aber wir kommen wieder!

Riverside Police hat uns mit ihrem MD 500 E besucht

Riverside Police hat uns mit ihrem MD 500 E besucht

Eine willkommene Unterbrechnung während des erstklassigen Theorieunterrichts war der Besuch der Riverside Police mit ihrem vollausgestatteten MD 500 E – wir beäugen ihn schon ganz genau! Und fragen gleich mal nach, was man denn als Voraussetzung braucht, um Heli-Pilot bei der Polizei zu werden …

Fazit: Die Woche war absolut einmalig! Die Fuchs Flieger mit Jonathan, Paul, Andy, Maggi, Manuela, Corsin, Marco und Norbert waren ein tolles Team – mit jedem einzelnen fliege ich gern wieder bei einem solchen Training. Die Professionalität aus der Schweiz ist einfach kaum zu überbieten … Einen riesengroßen Dank natürlich an alle bei Western Helicopters!! – individuelle Grüße schreibe ich hier unter “English Version”, dann können die Jungs das auch lesen ;-)

Und jetzt noch mein absolutes Lieblingsfoto:

California Dreamin'

California Dreamin'

Bei diesem Bild kommt mir einfach immer die Liedzeile von Sunrise Avenue in den Sinn: “Bye bye Hollywood Hills …”

Ja, aber wie schon gesagt: wir kommen ganz sicher wieder!!

Besten Gruß,

Sabine

“Turbine”